Wie Kinder zu Hause Programmieren lernen können: 6 Tipps für Eltern

Eine der sinnvollsten Möglichkeiten, die Quarantäne und Selbstisolation zu nutzen, besteht darin, etwas Neues zu lernen und im erweiterten Sinne deinen Kindern etwas Neues beizubringen. Programmieren lernen ist für deine Kinder eine davon. Mit genügend Zeit und Fokus ist jetzt der beste Zeitpunkt, um damit zu beginnen. Hier sind einige Tipps, wie Kinder mit Spaß programmieren lernen können.

Zuallererst: wenn du denkst, dass du für diesen Job nicht geeignet bist, weil du weder LehrerIn noch PädagogIn bist, keine Sorge. In deiner Rolle, deinen Kindern das Programmieren lernen näherzubringen, geht es weniger um unterrichten, sondern vielmehr um leiten. Selbstverständlich erwartet keiner von dir, dass du ein professioneller Computerspezialist bist (es sei denn, du bist einer, dann springe sofort zu unserer Liste mit Tipps). 

Kinder lernen schnell und absorbieren neues Wissen wie ein Schwamm. (Behutsam) in die richtige Richtung lenken, die richtigen Werkzeuge geben, geduldig ihre Schritte verfolgen und da sein, wenn sie nach Hilfe fragen und etwas nicht verstehen ist alles, was momentan von dir verlangt wird. Sicherlich werden deine Kinder dich austricksen, wenn sie wirklich gut im Programmieren werden, aber das Positive daran ist, dass sie zu diesem Zeitpunkt alleine spielen werden – währenddessen du das machen kannst, was du möchtest. Es ist so oder so eine Win-win-Situation!

6 Tipps für Eltern, die ihren Kindern zuhause das Programmieren lernen näherbringen möchten

Randnotiz: Wenn du dich tiefgehender damit befassen möchtest, warum Kinder überhaupt programmieren lernen sollten, haben wir gute Nachrichten. Unser Blog ist voll von Artikeln und Erfolgsgeschichten, die sich den kognitiven, motorischen und sozialen Kompetenzen und ihren unzähligen Vorteilen des Programmierens und der MINT-Lehre widmen, die du jederzeit entdecken kannst. Finde heraus, wie programmieren dabei hilft unabhängiges Denken, problemorientierte Kompetenzen, kooperative Kompetenzen, Digitale Literacy, Selbstvertrauen, verschiedene soziale Kompetenzen, Design Thinking, Kreativität als auch größere Gleichberechtigung zu entwickeln. 

Das Entscheidende ist, dass MINT-Fähigkeiten der Brotverdienst des 21. Jahrhunderts sind und diese früh zu erlernen die gleichen Vorteile wie bei einer Sprache bringt.

Allerdings kann einen ein Markt, der scheinbar übersättigt ist mit Werkzeugen und Baukästen in allen Formen, Größen und Farben, die Suche nach dem Richtigen überfordern. Wenn du dich in genau dieser Situation befindest, befolge die Checkliste, die wir für Elternneulinge in Sachen Programmieren erstellt haben. Was auch immer du letztendlich kaufen wirst, es wird zweifellos ein Erfolg werden!

Wirf alle Vorurteile über Bord und erfahre, wie deine Kinder mit deiner Unterstützung viel Freude am Programmieren lernen haben werden – los geht’s!

Der erste Schritt zum Programmieren lernen: Investiere in gutes Spielzeug für deine Kinder

Auf den ersten Blick erscheinen MINT-Spielsachen teurer als gewöhnliche Plüschtiere, was daran liegt, dass – nicht wie bei den meisten Plüschtieren – eine Menge Technologie und Produktentwicklung dahinter steckt, gestützt von gründlicher Forschung und wiederholtem Testen. Während ein gutes MINT-Spielzeug nicht viel kosten muss, ist es dennoch eine angemessene Investition in Etwas, das ebenso wertvolle Ergebnisse wie Programmierkenntnisse liefern wird – Kenntnisse, die Kindern in der Schule als auch auf dem zukünftigen Arbeitsmarkt als Vorteil dienen werden. 

Noch wichtiger ist, dass du dir die Eigenschaften des Spielzeugs anschaust. Ist es etwas, worauf Kinder aufbauen können, also etwas, das verschiedene Schwierigkeitsgrade anbietet sobald sie Fortschritte machen (kurz: Spielzeug nach Baukastenprinzip) oder ist es ein Spielzeug mit einer einzigen Form und unterscheidet sich nur in den Funktionen? Wir empfehlen das modulare Spielzeug – weshalb haben wir einem vorherigen Blogbeitrag erklärt. Zusammengefasst ist es einfach zu verstehen, personalisierbar, ermutigt zum selbstbestimmten Spiel (was wiederum das unabhängige Denken und die Kreativität fördert) und ist gewöhnlich erweiterbar. Das Spielzeug mit Bausteinen ist für verschiedene Altersgruppen toll, da es zusammen mit deinen Kindern und ihren kognitiven Fähigkeiten wächst

Der erste Schritt zum Programmieren lernen: Investiere in gutes Spielzeug für deine Kinder

Sprich die Altersgruppe deiner Kinder an

Nachdem du auf die grundsätzliche Qualität des Spielzeugs geachtet hast, das du für deine Kinder zum Programmieren lernen verwenden möchtest, solltest du die Alterseignung des Spielzeugs berücksichtigen. Auf der kognitiven Entwicklung in verschiedenen Stadien ihrer Jugend basierend, können Kinder unterschiedliche Komplexitätsstufen verarbeiten. Die jüngsten Kinder (beginnend mit 3-5 Jahren) kommen gut mit rein visuellen, wiederholenden Aufgaben klar, die direkte Ergebnisse aufzeigen (z.B. Drag and Drop, programmieren in Echtzeit). Sie denken meistens noch, dass Dinge nur existieren, wenn man sie sieht, können nicht vorausschauend planen und müssen daher durch direkte Rückmeldungen für ihre Arbeit belohnt werden (z.B. eine Aufgabe funktioniert oder funktioniert nicht).

Zu diesem Zeitpunkt kannst du deinen Kindern Spielzeug zum Programmieren lernen näherbringen, das weder elektronisch ist noch einen Bildschirm benötigt. Alternativ kannst du einfache Kodierapps benutzen, die nicht einmal ein Produkt voraussetzen. Der entscheidende Punkt ist hier, dass Kinder die Logik hinter dem Programmieren gut genug verstehen, bevor sie zu komplexeren Spielzeugen übergehen.

Für unsere Produkte haben wir Robo Live (Steuerung eines Roboters in Echtzeit) als eine Art Vorgänger für vorausschauendes Programmieren für die jüngsten Kinder kreiert. Anschließend, sobald sie älter und in der Lage sind verschiedene Funktionen und Eigenschaften in einer Sequenz zu verwenden, gehen sie zu Robo Code für vorab programmierte Befehle über. Die höchste Komplexitätsstufe, die wir in Bezug auf Apps anbieten, ist Robo Blockly (8-14 Jahre), die das Programmieren verschiedener Funktionen gleichzeitig sowie das Bauen von komplexen Kodes ermöglicht, so auch Variablen, Funktionen, Operatoren und vieles mehr. Wir bieten ebenfalls unsere eigene Python und Arduino Programmierschnittstellen (APIs) für Kinder an, die ihre Robo Apps gerne individuell anpassen möchten – eine Option für die fortgeschrittensten Lernenden.

Fokussiere dich nicht auf die Bildschirmzeit: Programmieren lernen bedeutet für Kinder viel mehr als am Bildschirm zu kleben

Fokussiere dich nicht auf die Bildschirmzeit: Programmieren lernen bedeutet für Kinder viel mehr als am Bildschirm zu kleben

Heutzutage sind viele Eltern über die Bildschirmzeit und deren Auswirkungen, die es auf ein sich entwickelndes junges Kind haben kann, besorgt. Während ein Maß immer vernünftig ist, möchten wir überzeugende Argumente dafür liefern, warum man sich nicht zu sehr darauf fokussieren sollte, wenn das, was es anzeigt, nur die technische Seite der Aufgabe ergänzt.

Die meisten Spielsachen zum Programmieren lernen gehen mit einer App einher, der Großteil der kreativen Arbeit läuft für die Kinder jedoch in der physischen, echten Welt ab.

Beispielsweise können Kinder mit unseren Apps echte Dinge steuern, wobei sie die meiste Zeit mit tüfteln und bauen verbringen und an der physischen Umsetzung ihres Konzepts arbeiten, sogar noch bevor sie an dem Code arbeiten. Das physische Produkt ist die Gestalt, während die App es zum „Leben“ erweckt – Bewegungen, Geräusche, Blinklichter usw. werden ermöglicht. Hier dient der Bildschirm als Hilfsmittel für das Ende, aber natürlich nicht das Ende an sich. Allerdings sollten wir so über Bildschirme und elektronische Geräte denken, um eine gesunde Beziehung zu ihnen aufzubauen (und nicht nur wenn es um das Programmieren lernen für Kinder geht). In gewisser Weise kann die Arbeit mit Programmiergeräten dazu beitragen, eine gesündere Beziehung zu Bildschirmen zu entwickeln. Es entsteht eine interaktive Beziehung, die eindeutig in die physische Welt übergeht und die durch Bildschirme unterstützt werden kann. 

Während sich das Programmieren definitiv um ein Ziel dreht (ein Problem lösen), liegt die Möglichkeit bei jedem Programmierer selbst, dies zu tun. Dränge deine Kinder daher nicht zu einer bestimmten Methode, vor allem weil ihre Ideen so viel mehr Spaß bringen werden, als du dir hättest vorstellen können. Schließlich ist ihre Vorstellungskraft und abstraktes Denken auf dem Höhepunkt!

Hilf ihnen dabei die Grundlagen zu verstehen – aber lass sie selbst bestimmen

Während sich das Programmieren definitiv um ein Ziel dreht (ein Problem lösen), liegt die Möglichkeit bei jedem Programmierer selbst, dies zu tun. Dränge deine Kinder daher nicht zu einer bestimmten Methode, vor allem weil ihre Ideen so viel mehr Spaß bringen werden, als du dir hättest vorstellen können. Schließlich ist ihre Vorstellungskraft und abstraktes Denken auf dem Höhepunkt!

Programmieren bedeutet Lösungen für technische Probleme zu finden. Um Kindern dabei zu helfen, das Konzept zu verstehen, versuche zu zeigen, wie Programmieren ihnen bereits im alltäglichen Leben hilft. Ein Wecker ist nur eine kleine Maschine, die darauf programmiert ist, zu einer bestimmten Zeit am Tag zu klingeln, eine Mikrowelle ist darauf programmiert Essen aufzuwärmen und ein Rezept – tja, ein Kochrezept ist der grundlegendste Code, den du finden kannst und du verwendest ihn jeden Tag!

Wenn Kinder verstehen, dass programmieren einfach nur eine Möglichkeit ist, um Probleme zu lösen, werden sie das Programmieren auf tieferer Ebene und nicht nur als eine Pflicht begreifen, also etwas, was sie schon tagtäglich tun, nur auf eine etwas andere Weise. Dann gehe zum eigenen Programmierspielzeug über und präsentiere das Lösen ihrer „Probleme“ (Aufgaben) nach dem gleichen Prinzip. Bereite spannende Herausforderungen über das Problemlösen und die Anwendbarkeit vor (wie unsere Robo Creator Challenge und Robo Makers Marathon).

Letztendlich geht es um die Reise und nicht das Ziel! 😉

Robo Wunderkind: Eine Box, unendliche Möglichkeiten.

Stelle den Spaß in den Vordergrund

Dies knüpft an den vorherigen Punkt an, allerdings auf etwas andere Weise. Programmieren lernen soll Kindern Spaß machen und keine Verpflichtung sein. Gehe an die Sache nicht mit der Erwartung heran, dass dein Kind in wenigen Wochen ein Genie im Programmieren sein wird. Lass sie, wie sonst auch, die Dinge in eigener Geschwindigkeit machen, ihre eigene Neugier entdecken und das Lernen als Abenteuer und nicht als Muss wahrnehmen. Nur weil es sich bei MINT-Spielzeugen mehr um das Lernen dreht als bei den meisten anderen Spielzeuge, heißt es nicht, dass sie nicht in erster Linie spaßig sein können. Spielerisches Lernen ist eine der effektivsten Wege, um sich Wissen anzueignen!

Gemeinsam programmieren lernen: Trefft euch mit anderen Kindern

Bevor du sagst – aber das ist gerade nicht sicher! – vergiss nicht, dass du gerade das Quarantäne-Ding schlechthin möglich machen kannst, indem ihr euch über eine Videokonferenz verbindet! Macht entweder das bis ihr euch wiedersehen könnt oder plant die nächste Verabredung zum Spielen mit mehreren Kinder, die gerade ins Programmieren lernen einsteigen (nicht jeder benötigt sein eigenes Spielzeug – Robo Wunderkind zum Beispiel ist das perfekte Tool für gemeinschaftliche Projekt für 3-4 Kinder).

Gemeinschaftliches Lernen ist für kleine Kinder ideal. Es bringt ihnen bei zuzuhören, Kompromisse zu machen, ihre Idee in der Gruppe einzubringen, den Zweck verschiedener Vorgehensweisen zu diskutieren und die Versuchs-und-Irrtums-Methode zu fördern. Umso mehr Kinder, die Ideen einbringen und miteinander teilen, desto schneller lernen sie und machen Fortschritte. Neue Freunde zu gewinnen (und dir die Möglichkeit zu geben, eine Pause als Spielpartner einzulegen) ist dabei ein zusätzlicher Vorteil.

Wir hoffen, dass wir dich dafür gewinnen konnten, deinen Kindern das Programmieren beizubringen! Falls du noch mehr Motivation benötigst, kannst du bei uns auf Instagram vorbeischauen, dort teilen wir alle tollen Kreationen unserer jungen Nutzer.