Warum & Wie Programmieren die Kreativität deines Kindes fördert.

Vermutlich ist Codieren nicht die naheliegendste Assoziation, die Eltern und Pädagogen haben, wenn sie über das Üben von Kreativität nachdenken. Dabei sollte es das. Wir zeigen euch, wie programmieren schon für Kinder eine Anregung zum kreativen Denken sein kann und sich dies gleichzeitig auf andere Disziplinen auswirkt.

Bevor wir uns dem Thema, wie programmieren für Kinder kreativitätsfördernd sein kann, widmen, müssen wir über eine Tatsache sprechen, die den meisten nicht bewusst ist. Für die meiste Zeit glaubten wir (weil man es uns so sagte), dass Kreativität etwas Gegebenes sei — ein Set aus Fähigkeiten, mit denen man geboren wird und besitzt oder eben nicht. Menschen bezeichnen sich immer noch als kreativ oder unkreativ, als sei Kreativität ein Bereich, auf den man durch Bestimmung der Sterne oder des Schicksals fällt. Wie du wahrscheinlich schon bemerkt hast, ist diese Vorstellung schlichtweg falsch. Kreativität ist definitiv Etwas, was du lernen kannst. 

Programmieren für Kinder: Wie & Weshalb es kreativitätsfördernd ist

Aber was ist Kreativität?

In den 1970er Jahren hat Donald Mackinnon, Professor der Psychologie aus UC Berkeley, die Theorie der Kreativität als vielfältiges Phänomen entwickelt, die mindestens vier Dimensionen umfasst: 1. Der kreative Prozess, 2. Das kreative Produkt, 3. Die kreative Person, 4. Die kreative Situation

Zunächst beschreibt Mackinnon den kreativen Prozess wie jede andere zu erforschende Situation. Man identifiziert ein Problem, bemüht sich, um es zu lösen, zieht sich dann aber von dem Problem zurück, um sich davon zu erholen. Danach tritt der magische Aha-Effekt auf. Mit anderen Worten: sobald wir unseren Kopf von der Last des Problems befreien, ergibt sich, wie auf zauberhafte Weise, eine Lösung. Dabei ist es keine Magie, sondern dein Gehirn, das unterbewusst an Dingen arbeitet, das es bewusst mit Mühe und Druck nicht lösen kann; es verknüpft Verbindungen, die wir unter eifrigster Konzentration nicht machen könnten. Nach all dem wird getestet, ob die Idee oder Lösung das Problem behebt. (Wir hoffen, dass du schon jetzt ein Muster erkennen kannst — eines, das das Suchen nach einer Codierlösung stark ähnelt.)

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Bei Kreativität geht es aber nicht nur um diesen Prozess, sondern auch um die drei weiteren Dimensionen. Worum geht es hier?

Das kreative Produkt ist die zweite Dimension. Dies könnte alles Mögliche sein — ein Kunststück, Naturwissenschaft, eine Theorie oder ausgedachte Idee. Es sollte dabei folgenden Kriterien entsprechen: ungewöhnlich (originell), anpassungsfähig an die Realität, herstellbar, ästhetisch ansprechend und zuletzt muss es das Denkmuster ändern, in dem es geschaffen wurde. 

Kreativität bedeutet daher nicht nur sich Dinge vorzustellen (trotz der beliebten Annahme), sondern auch sie zum Leben zu erwecken. Mackinnon räumt ein, dass Menschen typischerweise zwischen künstlerischer und naturwissenschaftlicher Kreativität unterscheiden. Seine Kriterien werden tatsächlich beim zweiten, dem wissenschaftlichen Typus einfacher erfüllt. Künstlerische Produkte spiegeln den inneren Zustand des Künstlers wider, ein naturwissenschaftliches Produkt hingegen erfüllt alles oben erwähnte. Das ist dein Hinweis, um nun ein für alle Mal den Gedanken, dass naturwissenschaftliche Bemühungen nicht kreativ sind, zu streichen. 

Als Nächstes geht es um die dritte Dimension, die kreative Person. Hier könnte man denken, dass es knifflig wird. Was ist, wenn man einfach keine kreative Person ist? Um kreativ zu sein, braucht man allerdings kein besonderes Talent. Eine kreative Person ist normalerweise halbwegs intelligent, unabhängig denkend, beobachtend, neugierig und für neue Ideen offen. Kurzum: sie sind auf der Suche nach einer tieferen Realität, die nicht mit dem bloßen Auge sichtbar ist. 

Daher ist auch die letzte Dimension (eine kreative Situation) relativ einfach – es könnte alles sein, was eine neue Lösung erfordert. 

Wir zeigen euch, wie programmieren schon für Kinder eine Anregung zum kreativen Denken sein kann und sich dies gleichzeitig auf andere Disziplinen auswirkt.

Lass uns das kreative Denken genauer ansehen. Wie können wir es trainieren, wenn es kein Talent ist? Und was ist es dann? Wir verraten dir das Geheimnis — es ist eine Funktionsweise: Nämlich das Umschalten zwischen dem fokussierten und unscharfen Modus unseres Gehirns. Du kannst ein unglaublich intelligenter Analyst sein, aber dennoch keinen kreativen Funken besitzen. Du kannst ebenso ein talentierter Künstler, dessen Arbeit Massen begeistert, und dennoch eine Niete in kreativer Problemlösung sein. Kreativität bedeutet, dass du in der Lage bist, effektiv zwischen diesen beiden Bereichen deines Gehirns zu wechseln. Schauen wir uns die beiden Formen genauer an.

Im fokussierten Modus bist du, wenn du Dinge erledigst, produktiv und zielgerichtet arbeitest, dich auf eine Sache konzentrierst und sorgfältig deine Aufgabe lösen möchtest. Im fokussierten Modus konzentrieren und fokussieren wir uns ausschließlich auf ein bestimmtes Problem oder eine Sache. Das bedeutet pure Anspannung und ist manchmal nicht besonders kreativ.

Der unscharfe Modus hingegen ist weniger zielgerichtet und dafür nachdenklicher. Da wir uns nicht hetzen, können wir uns die Zeit für zielloses Kreieren, Ausprobieren und Entdecken nehmen. Wir brauchen den unscharfen Modus, um die Dinge aus einem anderen, neuen Blickwinkel zu sehen und mit der Pause Abstand zum Problem gewinnen zu können. Erst wenn wir beides miteinander kombiniert haben, können wir von Kreativität sprechen. 

Als Erstes arbeiten wir fleißig an einem Problem, das wir versuchen zu lösen. Dann machen wir einen Schritt zurück, entdecken, erforschen, spielen herum, probieren sogar etwas komplett anderes aus, nur um unserem Kopf einen neuen Anreiz und eine Pause zu geben. Und dann — Hurra! Eine Idee. Eine brandneue Idee. Wir probieren die Ideen im geschlossenen Modus aus (klares Ziel vor Augen, keine Ablenkung, angetrieben) und wenn wir Glück haben, klappt es. So wird eine kreative Lösung geboren. 

Zurück zum Programmieren lernen für Kinder – wenn du mit der Philosophie und unseren vorherigen Blogbeiträgen zu Bildungsmethoden vertraut bist, weißt du bestimmt schon, wie Codieren mit dem oben erklärten Prozess übereinstimmt. Das Umschalten zwischen erforschendem und konzentriertem Arbeitsmodus ist das A und O für das Erstellen funktionaler Codes und das wiederholte Testen, bis es schließlich perfekt funktioniert. Unbekanntes auszuprobieren, zu entdecken und versagen, es wieder und wieder zu versuchen – das ist, wozu MINT-Spielzeuge wie Robo Wunderkind aktiv anregen, zuhause oder im Klassenzimmer. 

Aber nicht nur das. Kreativität durch programmieren zu lernen bedeutet für Kinder auch eine Förderung folgender Fähigkeiten.

1. Design Thinking und Programmieren für die Entwicklung der Kinder leicht verknüpfen

Der kreative Prozess, den Mackinnon beschreibt, ähnelt dem des Design Thinkings — ein methodologischer Problemlösungs-Ansatz, der zu funktionalen und ästhetisch ansprechenden Lösungen führt, die Leute liebend gern benutzen werden. Lies in unseren älteren Blogbeiträgen mehr darüber. Wenn die Fähigkeit, kreativ zu denken und zu arbeiten, perfektioniert wurde, kann Design Thinking auf fast jede Problemlösung im Leben angewendet werden, sowohl praktisch als auch theoretisch. 

2. Der Wunsch nach Kreation

Codieren bedeutet im Wesentlichen, Lösungen für Probleme zu finden, wodurch gleichzeitig neuartige Technologien geschaffen werden, die stark ermutigen. Sich im kreativen Codieren zu bemühen, befähigt Kinder zu Produzenten und nicht nur zu bloßen Konsumenten von Technologie zu werden. Indem Technologie immer teilnehmender, interaktiver wird und Codes offen zugänglicher werden, wird die Sehnsucht mitzuwirken groß. Dies hat besonders auf die zukünftige Berufswahl deiner Kinder und Schüler positive Auswirkungen. 

3. Langeweile verhindern

Kinder langweilen sich schnell, wenn sie Dinge wiederholen müssen (wer kann es ihnen verübeln?). Der Zauber des Codierens ist, dass keine Aufgabe die gleiche und jede Herausforderung neu ist. Daher endet der Wunsch, nach originellen kreativen Lösungen zu suchen, niemals. Tatsächlich wird durch regelmäßiges Üben die Lösungsfindung so selbstverständlich wie das Malen mit Buntstiften. Programmieren bedeutet für Kinder, dass das Umschalten beider Modi aktiv trainiert und einfach in andere Gebiete übertragen werden kann. Ein MINT-Spielzeug wie Robo Wunderkind ist daher nichts, wovon Kindern langweilig wird, wie bei Plüschtiere oder anderen einfachen eindimensionalen Spielzeugen. 

Besuche unsere Homepage und lerne mehr darüber, wie Robo Wunderkind die kreativen Fähigkeiten von Kindern beim Codieren lernen und Spielen unterstützt.

4. Selbstentfaltung

F.R. David drückte es so aus: words don’t come easy. Zumindest nicht für jeden. Manche Kinder sind schüchtern, andere haben Probleme damit, ihre Gedanken kurz und bündig auszudrücken. Um diese Hürden zu überwinden, braucht es Zeit und Übung. Zum Glück gibt es auch andere Wege als das Sprechen, um sich kreativ auszudrücken. Eine Möglichkeit ist es, deine Kinder frühzeitig für das Programmieren zu begeistern. Je komplexer der Code wird, desto eindrucksvoller werden die Ergebnisse. Ein sprechender Roboter, ein funktionsfähiges Küchenutensil, ein Tierdetektiv — schau dich auf unserem Instagram Kanal um und entdecke, wie das Programmieren mit farbigen Bausteinen für Kinder zum kreativen Spaß wird!

5. Programmieren ist für Kinder beim Aufbau ihrer Interessen förderlich

In der Grundschule haben Kinder selten eine gute Idee, was sie später einmal werden möchten. Wir gehen auch nicht davon aus, dass sie dies bei ihrem ersten Spiel mit Robo Wunderkind herausfinden werden. Grundsätzlich wird Kindern durch das Programmieren vermittelt, dass sie ihre Kreativität auf bisher einmaliger Weise nutzen können. Sie wollen mehr mit Codes und Kunst machen? Durchaus möglich. Sie haben Spaß daran, komplexe Konstruktionen mithilfe von Codes zu bauen? Kein Problem. Wie wäre es mit einem interaktiven Roboter, der ihre Haustiere füttert? Einfach umgesetzt. Programmieren ist für Kinder nichts Anderes als ein kreatives Ventil. Dadurch können Kinder jeden kreativen Ansatz entdecken und furchtlos weiterverfolgen. 

Zusammenfassend bedeutet das: beim nächsten Mal, wenn dir Kinder sagen, dass sie nicht kreativ sind, sagst du ihnen–steig’ ins Codieren ein! Wahrscheinlich werden sie erst einmal überrascht reagieren, aber glaube uns, die Kinder werden die Entwicklungen lieben und ihre kreative Seite nach und nach freisetzen. Besuche unsere Homepage und lerne mehr darüber, wie Robo Wunderkind die kreativen Fähigkeiten von Kindern beim Codieren lernen und Spielen unterstützt.