Unsere Geschichte: Wie wir Robo Wunderkind zum Leben erweckten

In unserem letzten Beitrag hast du erfahren, wie die Idee Robo Wunderkind geboren wurde. In diesem Blogbeitrag dreht sich alles darum, wie wir die Idee umgesetzt haben. Von Wiener Makerspaces über Fabriken in Shenzhen, China bis zu Klassenzimmern in Berkeley, Kalifornien, wo wir unsere Produkte mit Kindern getestet haben – die Strecke bis zu einem vollendeten Produkt ist nie leicht. Allerdings können wir bezeugen, dass der Weg mit einer klaren Vision, leidenschaftlichem Tatendrang und einem talentierten Team nicht ganz so holprig ist! Hier erfährst du, wie uns das gelungen ist. 

Nachdem sich unsere Gründer zusammengetan und sich über die Vision geeinigt haben (Programmieren, MINT und technische Kompetenzen zu einem festen Bestandteil der modernen Bildung zu machen), war es an der Zeit, einen Prototypen für Robo Wunderkind zu entwickeln. Das dreiköpfige Team hatte bereits einige Ideen, die allerdings erst einmal sorgfältig getestet werden mussten, bevor sie auf den Markt kommen.

Robo Wunderkind-Prototyp, 2015
Robo Wunderkind-Prototyp, 2015

Es gibt einige Wege, um ein Produkt zu kreieren, jedoch braucht man als junges Unternehmen ohne riesiges Kapital die Unterstützung von außen. Außerdem muss man eine Fabrik finden, außer man hat bereits eine und ein Produktionsteam, die dein Produkt den höchsten Standards entsprechend herstellt und das auch noch zu guten Konditionen.

Im Grunde hatten wir nichts außer eine Idee und eine Leidenschaft – und es war an der Zeit, herauszufinden, wie wir es möglich machen konnten.

Auf einer der Start-Up-Veranstaltungen, wo wir unsere Idee über Robo Wunderkind vorstellten, empfahl uns der bekannte Unternehmensengel Semyon Dukach, dessen Risikokapitalfonds Gründern mit Migrationshintergrund beim Durchstarten ihrer Unternehmen hilft, an einem Accelerator-Programm teilzunehmen (ein Programm, das neu entstehenden Start-Ups dabei hilft in der Betreuung, Finanzierung oder beidem voranzukommen). Also taten wir das. Und so saßen wir einige Wochen später im Flugzeug nach Shenzhen, China. Falls du noch nie davon gehört hast: es ist das Silicon Valley der Hardware. (Keine große Sache, stimmt’s?)

Die Stadt Shenzhen. Quelle: tomtom.com
Der HAX-Accelerator in Shenzhen; Quelle: china-admissions.com

Ein Teil des HAX Accelerator-Programms zu sein war vorteilhaft, denn wir waren in einem Bezirk ansässig, in dem fast ausschließlich Elektronik produziert wurde. Es gab dort eine Fabrik neben der anderen und die Abteilungen waren für alle Enthusiasten der Prototypen-Himmel. Diese ganzen glänzenden Bestandteile gaben uns das Gefühl, in einem Süßigkeitenladen gelandet zu sein! Es bedeutete für uns auch, Teams und Mentoren von anderen Start-Ups zu treffen, die uns inspirierten, berieten und die Mission grundsätzlich weiter vorantreibten. Wir waren ermutigt.

Eine Sache, die wir lernten war, dass es der absolute Schlüssel zum Erfolg ist, eine gute Fabrik zu finden und die dort arbeitenden Menschen kennenzulernen, um sich zu vergewissern, dass alle an einem Strang ziehen und dieselbe Vision verfolgen. Es ist für die Hardware entscheidend, weshalb wir einige Zeit damit verbrachten, die perfekte Partie zu finden. Als wir zuverlässige Partner fanden, konnten wir die ersten Prototypen von Robo Wunderkind anfertigen lassen und unsere Erfindung erstmals in Händen halten. Es war Liebe auf den ersten Blick, und doch wussten wir, dass wir noch mehr tun mussten, um Robo Wunderkind zu dem Produkt unserer Vision zu machen. 

Robo Wunderkind Team besucht potenzielle Lieferanten in China; 2017

Wir wussten, dass sich als nächstes auch alle anderen in Robo Wunderkind verlieben mussten.

Wir reisten nach Berkeley, USA, wo wir Robo Wunderkind mit den Kindern der Madeleine Schule testeten. Jungen Schülern dabei zuzusehen, wie sie mit unseren Robotern und Apps interagierten, zu sehen, was sie damit erreichen konnten und ihre ansteckende Neugier zeigten uns, dass wir uns auf dem richtigen Weg befanden.

Produkttests an der Schule der Madeleine in Berkeley, CA; 2015
Produkttests an der Schule der Madeleine in Berkeley, CA; 2015

Seitdem haben wir unser physisches Produkt und unsere App gründlich in Dutzenden Schulen weltweit getestet. Vor allem mussten wir uns versichern, dass unsere Produkte das taten für was sie bestimmt waren – lehren und garantieren, dass der Spaßfaktor ein integraler Teil der MINT-Bildung sein würde. Das war damit verbunden, Kinder und ihre Entwicklungsstadien zu erforschen, dafür zu sorgen, dass unsere Spielzeuge geeignet sind und die richtige Gehirnaktivität auslösten, während das Spielen auch Spaß machte. Unser Produkt zu testen war (und ist weiterhin) eine der wichtigsten und lohnenswertesten Dinge bei der Erschaffung von Robo Wunderkind. Schließlich waren die Auswirkungen für die Kinder entscheidend.

Robo Wunderkind-Tests in Klassenzimmern; Wien, 2018

Nachdem wir ein Produkt hatten, das bereit für den Markt war, entschieden wir uns dazu, eine Kickstarter Kampagne zu starten, um eine ausreichende Finanzierung zu erhalten. Obwohl wir unsicher waren, was wir von unserer allerersten Erfahrung mit Crowdfunding erwarten konnten, erhielten wir letztendlich Unterstützung von Helfern aus mehr als 60 Ländern. Am Ende der Kampagne sammelten wir mehr als 246 Tausend Dollar von Menschen, die an unsere Mission glaubten und halfen, es Wirklichkeit werden zu lassen.

Während unserer Kickstarter-Kampagne hatten wir auch die unglaubliche Chance, Robo Wunderkind in der TechCrunch Disrupt-Phase im Rahmen des Startup Battlefield-Wettbewerbs in San Francisco zu pitchen. Dort anzukommen, nur eine Idee und einen Prototyp in den Händen zu halten, gab uns Kraft, öffnete unseren Geist für viele neue Ideen und half bei der Beschaffung von Finanzmitteln – die Aufmerksamkeit der größten Tech-Medien war auf dieses Event gelenkt.

TechCrunch Disrupt SF 2015. Foto: Jeff Bottari für TechCrunch

Mit diesem unglaublichen Support konnten wir unser Produkt der ersten Generation abschließen und die ersten Teile an unsere Unterstützer im Dezember 2017 versenden. Ihr Feedback war für die weitere Entwicklung und Optimierung von Robo Wunderkind unermesslich. Seitdem wurden zwei weitere Generationen erschaffen. Im Jahr 2019 durchliefen wir eine zweite Kickstarter Kampagne. Robo Wunderkind ist inzwischen Wirklichkeit und wird erfolgreich und mit großem Beifall in Schulen europaweit, in den USA, Südostasien und weiteren Länder eingesetzt. Zusätzlich erhielten Tausende Kinder von ihren Eltern Robo Wunderkind als Geschenk oder Spielzeug für die Bildung zuhause.

Unsere Mission nimmt Fahrt auf.

Bleib gespannt, denn im nächsten Blogbeitrag erfährst du, wie unser Team gewachsen ist, wir tolle Partnerschaften sichern konnten und was noch alles vor Robo Wunderkind liegt. 


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